Schwerhörigenverein Passau feiert Advent

Wie in jedem Jahr wurde in der Pfarrkirche St. Rupert in Salzweg mit dem ökumenischem Gottesdienst die Adventfeier der Schwerhörigen eröffnet. Pfarrerin Martina Gallas und Pastoralreferent Gerhard Eckmüller erzählten in ihren Ansprachen vom Stammbaum Jesu der auch unser aller Stammbaum sei. Pastoralreferent Eckmüller begleitete zudem mit seiner Gitarre und Gesang die besinnliche Feier.
Die Lesung aus dem Buch Jesaja übernahm Conny Hager. Zu den Fürbittentraten Sieglinde Jungwirth, Jürgen März und Maria Glufke an. Erstmals konnten die Schwerhörigen die neue Induktionslage in der Pfarrkirche nutzen und sind sehr dankbar für diese Einrichtung. Gottesdienste und Andachten können nun entspannt und intensiv verfolgt werden.
Im Vereinslokal Spetzinger wurden die zahlreich erschienen Mitglieder von Vorsitzender Conny Hager zum gemütlichen Beisammensein begrüßt. Sie dankte der Vorstandschaft und den Mitgliedern für den Zusammenhalt und die Unterstützung in der Gruppe, ohne die ein Verein nicht bestehen könne. Besonderer Dank galt auch den Plätzchen- und Kuchenbäckerinnen, die wieder zahlreich gespendet haben.
Sie wies auch auf die Jubiläumsfeier im nächsten Jahr hin und warb um Mitgestaltung der Feier. So sollen bei einem Programmpunkt mehrere Personen mitwirken. Edwin und Heidi Zieringer, Sieglinde Jungwirth, Jürgen März sowie Carola und Walter Neumüller haben sich dazu bereit erklärt.
Pastoralreferent Gerhard Eckmüller dankte in seiner Begrüßungsansprache für die Einladung zur Mitgestaltung des Gottesdienstes. Im Auftrag der Hörgeschädigtenseelsorge der Diözese Regensburg übergab er den Senioren und ehrenamtlichen Mitarbeitern Geschenkpäckchen.
Ev. Pfarrer Paul Streidl, selbst hörgeschädigt, erzählte in seiner launigen Ansprache von den Widrigkeiten wenn es um Einbau von Beschallungs- und Induktivanlagen in öffentlichen Einrichtungen und Kirchen geht.
Die Geschichte „Der Christbaumständer“ trug stellvertretender Vorsitzender Edwin Zieringer vor. Darin ging es um ein wundersames altes Relikt von dem die Großmutter immer wieder erzählte. Einen humorigen Brief an das Christkind las Conny Hager vor.
Für die Schwerhörigen war es ein wieder ein fröhlicher, gemütlicher und entspannender Nachmittag.
Bei allen Veranstaltungen kommt die mobile Ringleitung bzw. der Ringschleifenkoffer zum Einsatz. Damit können die Hörgeräteträger ohne Probleme den Ansprachen und Vorführungen folgen.


Fotos: Hager

Moderne Technik unterstützt das Hören

Passauer Neue Presse Ausgabe A vom 11. Oktober 2016

Referent Peter Lottner (r.), selbst betroffen, zeigte und erklärte verschiedene Hilfsmittel-Systeme wie Induktiv- und Funkhöranlagen.
Der Verband kämpft darum, dass Induktionsanlagen bei Neubauten oder Renovierungen in öffentlichen Einrichtungen eingebaut werden und ist deshalb sehr erfreut, dass seit September im ganzen Kirchenraum in der Pfarrkirche St. Ruppert in Salzweg eine solche Induktionsanlage genutzt werden kann. Funkübertragungsanlagen wiederum sind ein kabelloses System und als mobile Geräte im Einsatz. Bei Stadtführungen, Betriebsbesichtigungen und Konzerten sind die Anlagen eine sinnvolle Unterstützung. Spezialtelefone und Zubehörhilfen helfen am Arbeitsplatz und in der privaten Umgebung, ebenso Wecker mit Lichtsignal oder Vibrationsimpuls. Rauchmelder, die optische Signale aussenden, werden von den Krankenkassen bezuschusst. Erstmals konnte Vorsitzende Conny Hager (2.v.r.) als Unterstützung zwei Schriftdolmetscher begrüßen. Peter und Susanne Krohnfoth aus Pfarrkirchen lassen sich zum Schriftdolmetscher ausbilden. Dabei schreiben die Dolmetscher das Gehörte mit, das wiederum wird mit einem Beamer auf Leinwand projiziert – die Schwerhörigen können also das gesprochene Wort mitlesen.

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Foto: Hager